Gastbeitrag

Vorstellen Schweizer Werte — Bucher Industries

Schweizer Unter­nehmen geniessen in unserem Portfolio ein spezi­elles Gewicht. Mit gutem Grund: Die Schweizer Unter­neh­mer­land­schaft ist innovativ, flexibel und äusserst erfolg­reich. Rahn+Bodmer Co. hat sich vor allem auf Schweizer Small und Mid Caps spezia­li­siert. Unser Fokus liegt auf Direkt­in­ves­ti­tionen in Quali­täts­un­ter­nehmen mit nachhal­tigen und nachvoll­zieh­baren Geschäftsmodellen.

Dazu gehört auch Bucher Indus­tries mit Sitz in Nieder­we­ningen ZH, mit deren CFO Manuela Suter wir gesprochen haben.

Welche Vorteile hat für Sie der Standort Schweiz?

Die Schweiz bietet für Bucher Indus­tries ein stabiles und verläss­liches Umfeld mit hoher Planungs­si­cherheit. Bucher wurde 1807 in Nieder­we­ningen gegründet und hat sich von einer lokalen Schmiede zu einem weltweit tätigen Indus­trie­konzern entwi­ckelt. Der Hauptsitz am Gründungsort steht sinnbildlich für unsere langfristige Ausrichtung und unsere Verbun­denheit mit dem Standort Schweiz. Heute profi­tieren wir von klaren recht­lichen Rahmen­be­din­gungen sowie gut ausge­bil­deten Fachkräften. Gleich­zeitig erlaubt uns der Standort ein global dezen­trales, unter­neh­me­ri­sches Führungs­modell. Während unsere Divisionen nahe bei Kunden und Märkten agieren, sichern wir in der Schweiz die strate­gische Steuerung, Gover­nance und finan­zielle Stabi­lität des Konzerns. Dieser Ansatz hat sich über viele Zyklen hinweg bewährt.

Wo liegt der Fokus Ihrer Investitionen?

Unsere Inves­ti­tionen sind konse­quent auf nachhaltige Wertschöpfung für alle Anspruchs­gruppen ausge­richtet. Im Fokus stehen Produkt­in­no­va­tionen, gezielte Kapazi­täts­er­wei­te­rungen sowie die konti­nu­ier­liche Verbes­serung von Effizienz und Qualität an unseren Produk­ti­ons­stand­orten. Ergänzend setzen wir selektiv auf die Übernahme und Integration komple­men­tärer Geschäfts­tä­tig­keiten. Der Kapital­al­lo­ka­ti­ons­prozess bei Bucher Indus­tries ist klar unter­neh­me­risch geprägt. Inves­ti­ti­ons­in­itia­tiven entstehen aus den Divisionen heraus, nahe an den Kunden­be­dürf­nissen, und werden konzernweit durch Priori­sierung und konse­quente Inves­ti­ti­ons­dis­ziplin ergänzt. Über einen Konjunk­tur­zyklus hinweg streben wir eine hohe Rendite auf das einge­setzte betrieb­liche Kapital von über 20 % an. Unsere sehr solide Finanzlage mit hoher Liqui­dität und einer starken Bilanz gibt uns die Unabhän­gigkeit, auch in anspruchs­vollen Markt­phasen verlässlich und antizy­klisch zu investieren.

Welches sind Ihre wichtigsten Abnehmer? Gab es in den letzten Jahren Verschiebungen?

Bucher Indus­tries bedient mit seinen fünf Divisionen eine breit diver­si­fi­zierte Kundschaft in den Märkten Landwirt­schaft, Infra­struktur und Geträn­ke­industrie. Dazu zählen Landwirte und Lohnun­ter­nehmer, die wir haupt­sächlich über ein etabliertes Netz von Landma­schi­nen­händlern erreichen, ebenso wie Kommunen und öffent­liche Auftrag­geber, Maschi­nen­bauer mit Bedarf an hydrau­li­schen Lösungen, Glasbe­häl­ter­her­steller sowie Produ­zenten in der Lebensmittel‑ und Geträn­ke­industrie. Diese Vielfalt wirkt stabi­li­sierend. Verschie­bungen in der Kunden­struktur erfolgen schritt­weise und über längere Zeiträume, etwa regional mit einem zuneh­menden Aufbau von Absatz­märkten ausserhalb Europas, insbe­sondere in Amerika und Asien.

Von welchem Trend profi­tieren Sie?

Bucher Indus­tries profi­tiert von langfris­tigen globalen Trends wie dem Bevöl­ke­rungs­wachstum, der Urbani­sierung sowie dem Wachstum der Mittel­schicht und berück­sichtigt struk­tu­relle Verän­de­rungen wie den Klima­wandel. Diese Entwick­lungen erhöhen den Bedarf an nachhal­tigen und effizi­enten techno­lo­gi­schen Lösungen. In der Landwirt­schaft müssen auf begrenzten Flächen deutlich mehr Lebens­mittel mit weniger Ressourcen produ­ziert werden. Bis 2050 wird eine Produk­ti­ons­stei­gerung von rund 50 % erfor­derlich sein. Entspre­chend steigt die Nachfrage nach präzisen Landma­schinen sowie nach Anlagen zur Herstellung und Aufbe­wahrung von Lebens­mitteln. Gleich­zeitig werden städtische Infra­struk­turen inten­siver genutzt, was moderne kommunale Reini­gungs- und Räumungs­lö­sungen erfordert. Umwelt­re­gu­lierung und extreme Wetter­ereig­nisse verstärken zudem die Nachfrage nach energie­ef­fi­zi­enten, elektri­fi­zierten und automa­ti­sierten Maschinen, einem Bereich, in dem Bucher Indus­tries sehr gut positio­niert ist.

Wo sehen Sie Risiken?

Als inter­na­tional tätiger Indus­trie­konzern sind wir konjunk­tu­rellen Schwan­kungen sowie geopo­li­ti­schen und regula­to­ri­schen Unsicher­heiten ausge­setzt, etwa bei Rohstoff‑ und Energie­preisen oder in der Handels­po­litik. Ein wichtiger stabi­li­sie­render Faktor ist unser lokaler Produk­ti­ons­ansatz nahe bei der Kundschaft, der Liefer­ket­ten­ri­siken reduziert und die operative Flexi­bi­lität erhöht. Zusammen mit unserem diver­si­fi­zierten Portfolio und der starken Bilanz stärkt dies die Robustheit unseres Geschäftsmodells.

Was wünschen Sie sich von der Schweizer Politik für die kommenden Jahre?

Wir wünschen uns verläss­liche und wettbe­werbs­fähige Rahmen­be­din­gungen, die unter­neh­me­rische Verant­wortung und Innovation langfristig ermög­lichen. Wichtig sind eine prakti­kable und verhält­nis­mässige Regulierung, Inves­ti­tionen in Bildung und Energie­ver­sorgung sowie der offene Zugang zu inter­na­tio­nalen Märkten, damit die Schweizer Industrie auch künftig erfolg­reich und verant­wor­tungsvoll wachsen kann.

Bei Fragen zu diesem Thema stehen Ihnen unsere Kunden­be­ra­te­rinnen und Kunden­be­rater gerne zur Verfügung.

Bei Anregungen zum Notablog wenden Sie sich bitte an notablog@rahnbodmer.ch.

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