Finanzplanung

Grundstückgewinn-steuer

Der Erlös aus dem Verkauf einer Liegenschaft unterliegt der Grundstückgewinnsteuer. Für die Steuerberechnung ist der Betrag massgebend, um welchen der Erlös aus dem Verkauf die ursprünglichen Anlagekosten übersteigt.

Die Anla­ge­kos­ten set­zen sich aus dem Kauf­preis und den damit ver­bun­de­nen Kos­ten sowie den wäh­rend der Besitz­dau­er gemach­ten wert­ver­meh­ren­den Auf­wen­dun­gen zusam­men. Bei Letz­te­ren ist zu unter­schei­den zwi­schen Repa­ra­tu­ren und Reno­va­tio­nen sowie Inves­ti­tio­nen, die den Wert der Lie­gen­schaft erhöht haben. Vom dar­aus resul­tie­ren­den Brut­to­ge­winn kön­nen die Kos­ten für den Ver­kauf wie zum Bei­spiel Inse­ra­te, nota­ri­el­le Kos­ten und ähn­li­ches abge­zo­gen wer­den.

Bewertung der Liegenschaft

Sofern sämt­li­che Bele­ge wäh­rend der Besitz­dau­er auf­be­wahrt wur­den und der Kauf inner­halb von zwan­zig Jah­ren vor dem Ver­kauf statt­ge­fun­den hat, ist das Aus­fül­len der Steu­er­erklä­rung im Kan­ton Zürich rela­tiv ein­fach. Schwie­rig wird es jedoch, wenn der Kauf mehr als 20 Jah­re zurück­liegt. Der Kan­ton Zürich zieht dann den Ver­kehrs­wert vor 20 Jah­ren . Nur was ist das für ein Wert und wie wird er berech­net? Der effek­ti­ve Kauf liegt viel­leicht 30 Jah­re zurück oder die Lie­gen­schaft war seit Genera­tio­nen im Fami­li­en­be­sitz.

Schätzung durch das Steueramt

Die Steu­er­be­hör­de arbei­tet mit den Daten des Sta­tis­ti­schen Amtes. Die in dem betref­fen­den Jahr durch­ge­führ­ten Hand­än­de­run­gen und die dazu­ge­hö­ri­gen Prei­se sind bekannt. So wird eine Ver­kehrs­wert­schät­zung von Amtes wegen vor­ge­nom­men. Sofern in der Gemein­de vie­le Käu­fe statt­ge­fun­den haben und die Zah­len dem­entspre­chend vom Sta­tis­ti­schen Amt ver­öf­fent­licht ein­seh­bar sind, kann eine sol­che ver­gli­chen werden.Liegt das Objekt aber in einer Gemein­de, in der vor zwan­zig Jah­ren nur weni­ge Hand­än­de­run­gen statt­ge­fun­den haben, unter­lie­gen die­se Zah­len dem Daten­schutz. Ansons­ten könn­ten die Nach­barn erfah­ren, was der neue Besit­zer neben­an für sei­ne Lie­gen­schaft bezahlt hat. Weil nur die Behör­den die­se Eck­wer­te ken­nen, kann eine sol­che Schät­zung der Behör­de kaum ein­ge­ord­net wer­den.

Schätzungen durch einen Spezialisten

In vie­len Fäl­len ist es rat­sam, eine Schät­zung durch einen Spe­zia­lis­ten vor­neh­men zu las­sen. Die Kos­ten hier­für rech­nen sich durch­aus. Aber es gibt kei­ne Garan­tie, dass der so ermit­tel­te Wert vom Steu­er­amt akzep­tiert wird. Lang­wie­ri­ge Ver­hand­lun­gen mit der Steu­er­be­hör­de sind mög­lich. Denn es han­delt sich um einen Wert, den es so nicht gibt und dies macht die Sache schwie­rig und unsi­cher.

Jeder Kan­ton kennt eine ande­re Gesetz­ge­bung. Die Aus­füh­run­gen in die­sem Bei­trag gel­ten nur für den Kan­ton Zürich.

 

Bei Fra­gen zum The­ma Lie­gen­schaf­ten und Steu­ern ste­hen wir Ihnen ger­ne zur Ver­fü­gung.

notablog@rahnbodmer.ch


Weitere Beiträge von