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Freizügigkeitsgelder individuell anlegen

Wer aufgrund einer Scheidung oder aus arbeitsrechtlichen Gründen Vermögen in einer Freizügigkeitsstiftung hat, sollte nach Abklärung seiner Risikobereitschaft und ‑fähigkeit in Betracht ziehen, sein Geld in Wertschriften anzulegen.

Wertschriften anstelle einer Kontolösung

Der aktu­el­le Zins­satz auf einem Frei­zü­gig­keits­kon­to bewegt sich zwi­schen 0 und 0.15 %(www.finanzmonitor.ch). Das ergibt bei einem Ver­mö­gen von CHF 500’000.- im bes­ten Fall CHF 750.- pro Jahr. Wenn die­se Gel­der mit einem Anla­ge­ho­ri­zont von mehr als fünf Jah­ren in Wert­schrif­ten ange­legt wer­den, dürf­te die Ren­di­te im Durch­schnitt zwi­schen zwei und drei Pro­zent pro Jahr lie­gen. Unter Inkauf­nah­me eines leicht erhöh­ten Ren­di­te­ri­si­kos wür­de damit ein durch­schnitt­li­cher Ertrag von CHF 10’000.- bis CHF 15’000.- anfal­len.

Ein langer Anlagehorizont ist entscheidend

Mit Wert­schrif­ten schwan­ken zwar die jähr­li­chen Ren­di­ten, doch je län­ger der Anla­ge­ho­ri­zont, des­to grös­ser ist die Wahr­schein­lich­keit, dass die Ziel­ren­di­te erreicht wird. Gemäss Bun­des­amt für Sta­tis­tik beträgt das durch­schnitt­li­che Schei­dungs­al­ter bei Män­nern 45 und bei Frau­en 43 Jah­re. Rech­net man also mit einer Peri­ode von 20 Jah­ren, wäh­rend der die Gel­der in einer Frei­zü­gig­keits­stif­tung par­kiert sind, so ist bei der Aus­zah­lung der Gel­der beim Frei­zü­gig­keits­kon­to bei der aktu­el­len Zins­si­tua­ti­on ein Ertrag von rund CHF 15’000.-  rea­lis­tisch, wäh­rend bei der Wert­schrif­ten­lö­sung mit einer erwar­te­ten Ren­di­te von 2 % ein Ertrag von über CHF 200’000.- mög­lich ist.

Anlagelösungen nach Mass

Die meis­ten Frei­zü­gig­keits­stif­tun­gen bie­ten heu­te auch Fonds mit einem hohen Akti­en­an­teil an. Gera­de bei einem Zeit­ho­ri­zont zwi­schen fünf und 25 Jah­ren sind Anla­gen in Akti­en inter­es­sant. Kor­rek­tu­ren an den Märk­ten sind nicht aus­zu­schlies­sen, doch haben Akti­en in der Ver­gan­gen­heit Kurs­ein­brü­che lang­fris­tig wie­der wett­ge­macht. Ab rund CHF 500’000.- sind auch Inves­ti­tio­nen in Ein­zel­ti­tel mög­lich. Damit kön­nen Anla­gen in der Frei­zü­gig­keits­stif­tung opti­mal auf das Gesamt­ver­mö­gen abge­stimmt wer­den.

Wahl der Freizügigkeitsstiftung

Frei­zü­gig­keits­stif­tun­gen kön­nen, anders als bei Pen­si­ons­kas­sen, vom Ver­mö­gens­in­ha­ber frei gewählt wer­den. Es lohnt sich, die Leis­tun­gen ver­schie­de­ner Stif­tun­gen zu prü­fen. Eini­ge Stif­tun­gen bie­ten die inter­es­san­te Mög­lich­keit, beim Errei­chen des Pen­si­ons­al­ters zwi­schen Kapi­tal­aus­zah­lung und Ren­te wäh­len zu kön­nen. Auch bei einem Wohn­ort­wech­sel ins Aus­land ist das Domi­zil der Frei­zü­gig­keits­stif­tung von gros­ser Bedeu­tung, denn bei der Aus­zah­lung der Gel­der kommt der Steu­er­ta­rif der Stif­tung zur Anwen­dung. Wer sei­ne Wert­schrif­ten nach der Pen­sio­nie­rung ins pri­va­te Bank­de­pot ein­brin­gen will, kann dies je nach gewähl­ter Frei­zü­gig­keits­stif­tung ohne gros­se Kos­ten­fol­ge tun.

 

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