Als älteste Zürcher Privatbank können wir auf eine lebendige Geschichte zurückblicken. Der Siebenjährige Krieg, die Französische Revolution, die Weltwirtschaftskrise, die beiden Weltkriege, die Ölkrise und jüngere Verwerfungen an den Finanzmärkten haben uns gelehrt, in grösseren Zeiträumen zu denken. Im Umgang mit Geld achten wir in erster Linie auf Stabilität und Sicherheit.

Im Jahr 1750 gründeten die Zürcher Kaufleute Caspar und Hans Conrad Schulthess im Haus zum gewundenen Schwert am Limmatquai ihr Seidenhandelshaus. Auf langen Auslandaufenthalten und bei regelmässigen Geschäftsreisen erwarb sich Hans Conrad Schulthess nicht nur grosse Erfahrung im Ankauf und Vertrieb von Seide, sondern auch in seinem Nebengeschäft, dem Handel mit Effekten und Wechseln. Der feinsinnige und erfolgreiche Geschäftsmann galt als städtische Autorität, und sein Haus war in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein Treffpunkt des gelehrten und literarischen Zürich.

Das Zürcher Limmatquai um 1750, in der Mitte das Haus zum gewundenen Schwert.


Im 19. Jahrhundert wandelte sich das Haus allmählich vom Seidenhandelsbetrieb zum reinen Bankinstitut. Im Regierungskalender von 1805 erscheint es erstmals unter dem Namen Caspar Schulthess sel. Erben & Schinz als Bankiers. Die Enkel und Urenkel des Gründers Hans Conrad Schulthess verstanden es im 19. Jahrhundert, die angesehene Stellung des Bank- und Handelshauses zu behaupten. Die Verbreitung des Telegrafen und moderne Transportmittel sorgten dafür, dass die Einnahmen aus dem Seidenhandel wegfielen und sich 1855 Caspar Schulthess Erben nun ganz auf ihre Bankgeschäfte konzentrierten. 1882 trat mit Louis Rahn-Bärlocher der erste Vertreter der heutigen geschäftsführenden Familien in die Bank ein. Aufgrund des neuen Schweizerischen Obligationenrechts und eines Partnerwechsels erfolgte 1893 eine Namensänderung zu Escher & Rahn.

Vertrauen ist für uns
die wichtigste Währung.
Seit 1750.

Im 20. Jahrhundert trat mit Dr. Max Ernst Bodmer ein weiterer Vertreter der heute geschäftsführenden Familien der Firma bei, weshalb die Privatbank 1917 in Rahn & Bodmer umbenannt wurde. Neben der 1923 erhaltenen Börsenzulassung war die Gründung der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers im Jahr 1934 ein wichtiges Ereignis. Max Ernst Bodmer, bankfachlich wie juristisch ausgebildet, war Mitverfasser der Statuten und erster Präsident der Vereinigung. Zu den beiden Familien Rahn und Bodmer wurde 1951 mit Richard M. Bidermann erstmals ein Mitglied dieser Familie in den Kreis der Partner aufgenommen.

Heute steht Rahn+Bodmer Co. unter der Leitung von Peter R. Rahn, Dr. Christian Rahn, André M. Bodmer, Martin H. Bidermann und Christian R. Bidermann. Rahn+Bodmer Co. gehört zu einem exklusiven Kreis nicht börsenkotierter, inhabergeführter Schweizer Privatbanken mit unbeschränkt haftenden Teilhabern. Das starke Wachstum in den letzten Jahrzehnten beweist, dass auch das Vertrauen der Kundinnen und Kunden in eine unabhängige, risikobewusste und individuelle Vermögensverwaltung stark zugenommen hat.


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