In eigener Sache

Wenn aus Ideen Lösungen werden: Innova­ti­ons­för­derung am Univer­si­täts­spital Zürich

Während fünf Jahren begleiten wir die USZ Foundation mit einer jährlichen Schenkung von CHF 275’000. Jedes Jahr widmet sich unser Engagement einem anderen Schwer­punkt. 2026 steht der Innova­ti­onspool im Zentrum, ein Förder­pro­gramm, das visionäre Projekt­ideen von Mitar­bei­tenden des Univer­si­täts­spitals Zürich (USZ) erst möglich macht. Wir haben mit Julia Item und Simone Marquart, den beiden Co-Geschäfts­füh­re­rinnen der USZ Foundation, gesprochen: über den Nutzen des Programms, eindrück­liche Projekte und die Rolle, die Förder­part­ne­rinnen wie wir dabei spielen.

Frau Item, Frau Marquart, was ist der Innovationspool?

Der Innova­ti­onspool ist die Start­rampe für medizi­nische Innova­tionen. Dank dieses Innova­ti­ons­pro­gramms können USZ-Mitar­bei­tende visionäre Projekte umsetzen, die unmit­telbar den Patien­tinnen und Patienten am USZ zugute­kommen. Ob neuartige Produkte, innovative Dienst­leis­tungen oder techno­lo­gische Lösungen: Die vom Innova­ti­onspool ermög­lichten Projekte stellen den Nutzen für die Patien­tinnen und Patienten ins Zentrum. Die Vorhaben zielen darauf ab, mit Hilfe von neuar­tigen Diagno­se­me­thoden und verbes­serten Therapien, die Lebens­qua­lität der Patien­tinnen und Patienten nachhaltig zu erhöhen.

Julia Item und Simone Marquart, Co-Geschäfts­füh­re­rinnen der USZ Foundation

Wie gross ist das Interesse am USZ, bei diesem Programm mitzumachen?

Das Interesse an diesem Programm ist sehr gross. Es ist ein etabliertes und langjäh­riges Förder­pro­gramm. Bei der letzten Ausschreibung sind rund 60 Projekte einge­reicht worden und die besten 8 wurden für eine Förderung ausge­wählt. Das Programm richtet sich an Mitar­bei­tende aller Diszi­plinen und ist unabhängig von der Funktion der Mitar­bei­tenden. Somit ist es ein breiten­wirk­samer Innova­ti­ons­motor im Schweizer Gesund­heits­wesen mit konse­quenter Fokus­sierung auf den Patien­ten­nutzen. Die Auswahl der Projekte ist kompe­titiv und wird von der Kommission Innovation verant­wortet – einem hochka­rä­tigen internen Gremium mit Fachper­sonen aus den Bereichen Medizin und Innovation. So stellt das USZ sicher, dass die quali­tativ überzeu­gendsten Projekte starten können.

Können Sie ein Projekt nennen, bei dem der Innova­ti­onspool bereits einen sicht­baren Unter­schied gemacht hat?

Ein eindrück­liches Beispiel ist das Projekt zur früheren Erkennung von Lungen­krebs. Dank der Förderung durch den Innova­ti­onspool konnte eine neuartige Kombi­nation aus Robotik und 3D-Bildgebung einge­führt werden, die präzisere und schonendere Unter­su­chungen ermög­licht. Der Nutzen zeigt sich bereits heute deutlich: Seit der Einführung der Techno­logie wurden über 350 Patien­tinnen und Patienten behandelt, und insbe­sondere frühe, gut behan­delbare Formen von Lungen­krebs werden deutlich häufiger erkannt. Dadurch können Betroffene früher mit einer Therapie beginnen. Damit hat das Projekt die Lungen­krebs­dia­gnostik und ‑behandlung nachhaltig verändert. Das Lungen­krebs­zentrum des USZ war die erste Klinik in Europa, die diese robotische Broncho­skopie mit integrierter Bildgebung einge­setzt hat.

Gibt es weitere Projekte, die Sie besonders beeindrucken?

Ein weiteres Beispiel ist ein Projekt, das im Labor 3D-Kopien von Tumoren herstellt. An diesen Tumor­mo­dellen werden Wirkstoffe zur Behandlung einzelner Krebs­arten getestet. Patien­tinnen und Patienten erhalten dadurch eine gezielte, genau auf sie abgestimmte Therapie. Das Projekt leistet damit einen wesent­lichen Beitrag zur perso­na­li­sierten Krebs­me­dizin, die den Menschen in den Mittel­punkt stellt.

Beein­dru­ckend sind nicht nur die einzelnen Projekte, sondern auch der enorme Ideen­reichtum. Die geför­derten Projekte decken ein breites Spektrum medizi­ni­scher Innova­tionen ab. Sie reichen von neuen Diagnose- und Behand­lungs­me­thoden über digitale und techno­lo­gische Lösungen bis hin zu Projekten für besonders vulnerable Patientengruppen.

Warum ist philan­thro­pische Unter­stützung für ein Programm wie den Innova­ti­onspool überhaupt nötig? Das USZ ist doch ein grosses Universitätsspital.

Die philan­thro­pische Unter­stützung von engagierten Gönne­rinnen und Gönnern wie Rahn+Bodmer Co. ermög­licht es, die Zukunft der Medizin aktiv mitzu­ge­stalten und das grosse Innova­ti­ons­po­tenzial des USZ noch gezielter zu fördern. Dank dieser Beiträge können Projekte reali­siert werden, die ohne philan­thro­pische Unter­stützung in dieser Form nicht möglich wären.

Davon profi­tieren vor allem unsere Patien­tinnen und Patienten: Innovative Ansätze in Diagnostik und Therapie können schneller entwi­ckelt und zeitnah in die medizi­nische Praxis am USZ überführt werden. Die staat­liche Grund­fi­nan­zierung von Forschung und Lehre bildet dafür eine wichtige Basis, reicht jedoch nicht aus, um das grosse Potenzial auszu­schöpfen. Da die verfüg­baren öffent­lichen Mittel begrenzt sind, leisten philan­thro­pische Beiträge einen entschei­denden Beitrag dazu, dass wegwei­sende Innova­tionen überhaupt umgesetzt werden können.

Was bedeutet die Unter­stützung einer Förder­part­nerin wie unserer Bank für Sie konkret?

Die Unter­stützung von Rahn+Bodmer Co. ist für uns von grossem Wert. Ihr Engagement wirkt bereits heute und wird auch in den kommenden Jahren einen nachhal­tigen Beitrag leisten. Viele der geför­derten Initia­tiven legen den Grund­stein für weitere wichtige Projekte am USZ und ermög­lichen Fortschritte in der medizi­ni­schen Versorgung und Forschung.

Mit Ihrer Jubilä­ums­part­ner­schaft schaffen Sie die Voraus­set­zungen dafür, dass hervor­ra­gende Talente am USZ innovative Ideen entwi­ckeln und in die Praxis umsetzen können. Davon profi­tieren unsere Patien­tinnen und Patienten unmit­telbar. Gleich­zeitig tragen Sie dazu bei, die Medizin der Zukunft für künftige Genera­tionen mitzu­ge­stalten. Für dieses Vertrauen und Ihre gross­zügige Unter­stützung sind wir Ihnen von Herzen dankbar.

Zum Schluss: Was wünschen Sie sich für den Innova­ti­onspool in den nächsten Jahren?

Wir wünschen uns, dass der Innova­ti­onspool auch in Zukunft die Innova­ti­ons­kraft des Forschungs­standorts Zürich stärkt. Mit Förder­part­ne­rinnen und ‑partnern wie Rahn+Bodmer Co. können wir so Vieles erreichen und dazu beitragen, dass gross­artige Projekte umgesetzt werden können. Hervor­ra­gende Ideen, die den Menschen dienen, dürfen nicht an mangelnden Ressourcen scheitern. Gemeinsam schaffen wir neue Lösungen für unsere Gesundheit, das faszi­niert uns immer wieder aufs Neue.

Was ist die USZ Foundation
Die USZ Foundation ist eine unabhängige, gemein­nützige Stiftung, die zukunfts­wei­sende medizi­nische Projekte am Univer­si­täts­spital Zürich (USZ) unter­stützt. Gemeinsam mit ihren Gönne­rinnen und Gönnern ermög­licht sie Innova­tionen, die Patien­tinnen und Patienten direkt zugute­kommen und die Medizin der Zukunft prägen.


Weitere Beiträge von