Seit einigen Jahren veranstaltet Rahn+Bodmer Co. mit «Frauen teilen Wissen» eine Anlassreihe exklusiv für Frauen. Im Zentrum stehen der Austausch untereinander und die Vermittlung von Fachkompetenz durch verständlich aufbereitete Inputs zu Finanzen, Vorsorge und ausgewählten Alltagsthemen. Im Interview spricht Patricia Isner, die den Anlass jeweils gestaltet, über die Entstehung der Idee, die Rolle der Bank und die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen.
Mit «Frauen teilen Wissen» engagiert sich Rahn+Bodmer Co. bewusst in der Wissensvermittlung. Weshalb ist das Teil einer zeitgemässen Privatbank?
Ich würde sogar sagen: zeitgemässer denn je. Je digitaler unsere Welt wird, desto mehr geht das Persönliche verloren. Genau das wollen wir bewahren. Wir sind überzeugt, dass Kompetenz durch Menschen vermittelt wird, nicht ausschliesslich durch Bildschirme. Persönlicher Wissenstransfer ist greifbarer, er schafft echten Kontakt.
Was soll die Eventreihe den Teilnehmerinnen ganz konkret mitgeben, fachlich wie auch persönlich?
In erster Linie wollen wir Interesse wecken. Frauen sollen Lust bekommen, sich mit ihren Finanzen zu befassen, und das Selbstvertrauen entwickeln, eigenverantwortlich damit umzugehen. Das bedeutet nicht zwingend, erwerbstätig zu sein. Es geht auch darum, das Familienvermögen zu verstehen und zu managen, die Folgen einer Erwerbspause zu kennen oder zu wissen, wie man im Bereich Vorsorge vorausschauend handeln kann. Die Veranstaltungen sind eine Art Plattform zum Reinschnuppern. Individuelle Fragen, die dabei entstehen, können wir dann im persönlichen Gespräch vertiefen.
Warum ist es besonders wichtig, dass Frauen ihre Finanzkompetenz erweitern? Gibt es aus Deiner Sicht spezifische Hürden oder Barrieren, mit denen Frauen häufig konfrontiert sind?
Was ich immer wieder beobachte: Viele Frauen sind sich ihrer eigenen finanziellen Situation gar nicht vollständig bewusst. Der erste Schritt ist deshalb, zu verstehen, wo Handlungsbedarf besteht. Dann folgt der zweite: sich an die richtige Ansprechperson zu wenden.
Bei jüngeren Frauen sehe ich heute deutlich mehr Interesse oder auch Wissen an Finanzthemen als noch in einer früheren Generation. Gleichzeitig sind Zeit und Alltagsprioritäten nach wie vor bestimmende Faktoren. Genau deshalb ist ein Format wie unseres so wichtig: Es trifft die Frauen dort, wo sie sind, und gibt ihnen einen Einstieg, sich mit neuen Themen zu befassen.
Von Finanzfragen über Vorsorge bis hin zu Themen wie Cyber Security: Nach welchen Kriterien wird entschieden, welche Inhalte auf die Agenda kommen?
Wir haben mit dem Grundwissen begonnen: Finanzmärkte, die drei Säulen, Nachlassthemen, Testamente. Mit der Zeit ist der Aktualitätsbezug wichtiger geworden. Themen wie Cyber Security zum Beispiel waren ein Experiment, das sehr gut ankam. Praxisnahe Fälle aus dem Alltag, Veränderungen im Erbrecht oder die Auswirkungen verschiedener Lebenssituationen auf die Finanzen: Das sind Inhalte, bei denen die Frauen sofort einen Bezug zu sich selbst herstellen.
Sind die Themen nur für Frauen mit bestimmten beruflichen Hintergründen oder Lebensphasen relevant, oder ist die Veranstaltung für jede Frau von Interesse?
Das Schöne ist gerade die Vielfalt. Wir haben junge Frauen aus der Geschäftsführung und pensionierte Frauen, Berufstätige und Familienfrauen, Mütter und Frauen ohne Kinder. Manchmal kommen Mutter-Tochter-Konstellationen, manchmal bringen Kundinnen Freundinnen oder Bekannte mit. Ich bin überzeugt, dass jede Teilnehmerin jedes Mal etwas für sich mitnehmen kann.
Wie geht die Bank damit um, dass Finanzthemen manchmal als trocken oder zu komplex wahrgenommen werden?
Wir halten es bewusst kurz und zugänglich. Unser Ziel ist nicht, alles zu erklären, sondern Neugier zu wecken und den Einstieg in eine fremde Materie zu erleichtern. Das entspricht auch unserem Selbstverständnis als Bank: authentisch, transparent, persönlich, nah. Wer unsere Veranstaltungen besucht, soll nicht das Gefühl haben, in einer Vorlesung zu sitzen, sondern in einem offenen Gespräch.
Wenn Du an die bisherigen Anlässe zurückdenkst: Welche Rückmeldungen oder Begegnungen sind Dir besonders geblieben?
Was mich am meisten beeindruckt: wenn bei jemandem ein echtes Aha-Erlebnis entsteht. Wenn eine Frau nach einem Anlass anruft und man merkt, dass etwas hängengeblieben ist. Dass sie sich jetzt um ihre Nachlassplanung kümmert, oder dass sie das Gespräch mit uns als ihrer Bank gesucht hat. Das ist es, was wir bewirken wollen.
Zum Schluss ganz praktisch: Wie erfahren interessierte Frauen von kommenden Terminen und wie können sie sich anmelden?
Am einfachsten: direkt bei uns melden. Einfach anrufen oder beim nächsten Beratungsgespräch nachfragen. Wir freuen uns über jede Frau, die reinschnuppern möchte.
Bei Fragen zu diesem Thema stehen Ihnen unsere Kundenberaterinnen und Kundenberater gerne zur Verfügung.
Bei Anregungen zum Notablog wenden Sie sich bitte an notablog@rahnbodmer.ch.
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