Drei Generationen der Familie Bidermann: Martin H. Bidermann, Hans J. Bidermann, Jay Bidermann
In eigener Sache

Drei Generationen unter einem Dach

Die erfolgreiche Nachfolgeregelung stellt für jedes Unternehmen eine Herausforderung dar. Wenn es aber gelingt, eine Firma erfolgreich der nächsten Generation zu übergeben, werden sowohl die Familie als auch das Unternehmen gestärkt.

Hans J. Bider­mann, der lang­jäh­ri­ge Teil­ha­ber hat­te am 2. August 2018 sein 60jähriges Dienst­ju­bi­lä­um. Er kommt noch heu­te wäh­rend drei Tagen pro Woche ins Unter­neh­men und berät sei­ne Kun­din­nen und Kun­den. Mar­tin H. Bider­mann , sein Sohn, ist seit 1990 Part­ner der Bank. Im Som­mer 2017 star­te­te Jay Bider­mann, der Enkel von Hans J. Bider­mann, im Port­fo­lio-Manage­ment. So ist Rahn+Bodmer Co. in der ein­ma­li­gen Situa­ti­on, dass drei Genera­tio­nen gleich­zei­tig im Unter­neh­men tätig sind.

Jay Bidermann, wie ist das, wenn man mit Vater und Grossvater zusammenarbeitet?

Für mich ist dies natür­lich eine ein­ma­li­ge und spe­zi­el­le Situa­ti­on. Wenn mir mor­gens am Bör­sen­mee­ting mein Gross­va­ter eine Anek­do­te aus frü­he­ren Zei­ten erzählt, mein Vater danach ein eher aktu­el­le­res The­ma auf­bringt und ich das neu­es­te Tech IPO bespre­chen möch­te, dann ergibt das einen ziem­lich span­nen­den Mix aus Ide­en und Mei­nun­gen.

Hans J. Bidermann, Sie erleben nun einen weiteren Generationenwechsel. Warum ist dieses Thema für eine Privatbank so wichtig?

Der Part­ner-Genera­tio­nen­über­gang fin­det oft­mals gleich­zei­tig mit dem Genera­tio­nen­wech­sel bei unse­ren Kun­din­nen und Kun­den statt. So gestal­ten sich die­se Ablö­sun­gen pro­blem­los und für bei­de Sei­ten zufrie­den­stel­lend.

Martin H. Bidermann, wie gestalten Sie den Nachfolgeprozess?

Wir ver­su­chen ohne Druck, dafür mit Infor­ma­tio­nen, auf die jun­ge Genera­ti­on zuzu­ge­hen. Mein Vater war mir im Genera­tio­nen­wech­sel, der für mich im Jahr 2000 abge­schlos­sen wur­de, ein gutes Vor­bild. Er, Hans Rudolf Rahn und Frank Bod­mer haben uns jun­gen Part­nern sofort viel Ver­ant­wor­tung über­tra­gen und sich danach gra­du­ell zurück­ge­zo­gen. So ähn­lich stel­le ich mir den nächs­ten Genera­tio­nen­wech­sel vor.

Jay Bidermann, wie sehen Sie die Zukunft einer klassischen Privatbank?

Für mich steht die zeit­ge­nös­si­sche per­sön­li­che Betreu­ung im Mit­tel­punkt. Ich sehe gros­ses Zukunfts­po­ten­ti­al in die­sem indi­vi­du­el­len Betreu­ungs­an­satz, da dies ander­orts mehr und mehr ver­lo­ren gegan­gen ist und zuneh­mend auf stan­dar­di­sier­te Lösun­gen gesetzt wird.

Hans J. Bidermann, welche Werte sollten in die Zukunft getragen werden?

Gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en und jah­re­lan­ge Betreu­ung sind für jet­zi­ge und sicher­lich auch zukünf­ti­ge Kun­den­be­zie­hun­gen bestim­mend.

Seit 1750 ist Rahn+Bodmer Co. ein Fami­li­en­un­ter­neh­men. Als Pri­vat­ban­quiers wer­den wir auch in Zukunft unse­ren Wer­ten treu blei­ben und für unse­re Kun­din­nen und Kun­den genera­tio­nen­über­grei­fend han­deln, wie wir das auch für uns sel­ber tun.


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