In eigener Sache

Familienunter-nehmen

Familienunternehmen sind vielen Anspruchsgruppen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen verpflichtet. Dadurch entstehen oft komplexe Fragestellungen. Das Team um Dominik Staffelbach steht Unternehmerinnen und Unternehmern beratend und unterstützend zur Seite, wenn es darum geht, vielschichtige Anliegen zu analysieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Dominik Staffelbach, was hat Rahn+Bodmer Co. bewogen, ihre Dienstleistungen unter anderem auf Familienunternehmen auszurichten?

Ein Fami­li­en­un­ter­neh­men unter­schei­det sich in ver­schie­de­nen Berei­chen von einem ande­ren Unter­neh­men: Es rich­tet sich lang­fris­tig aus, hat fla­che Hier­ar­chi­en und dadurch kur­ze und schnel­le Ent­schei­dungs­we­ge. Rahn+Bodmer Co. ist genau das: Ein Fami­li­en­un­ter­neh­men, das die­se Kul­tur ver­in­ner­licht hat. Die fünf Part­ner sind Eigen­tü­mer, alle aktiv im Unter­neh­men tätig und füh­ren das Unter­neh­men in drit­ter, bzw. vier­ter Genera­ti­on. Wenn wir also Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer als Ziel­grup­pe anspre­chen, so tun wir das auf Augen­hö­he. Wir ken­nen die Sor­gen und Nöte aus per­sön­li­cher Erfah­rung und bera­ten unse­re Kun­din­nen und Kun­den von Fami­li­en­un­ter­neh­men zu Fami­li­en­un­ter­neh­men. Das ist ein Ansatz, den nicht vie­le ande­re Ban­ken pfle­gen kön­nen.

Welche Dienstleistungen bietet Rahn+Bodmer Co an.?

Fami­li­en­un­ter­neh­men bewe­gen sich im Span­nungs­feld von Unter­neh­men, Fami­lie und Ver­mö­gen. Ver­netz­te Inter­es­sen und kom­ple­xe Fra­ge­stel­lun­gen machen es oft schwie­rig, die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen — ich den­ke hier zum Bei­spiel an das Span­nungs­feld zwi­schen «gerech­tem» Lohn für die­je­ni­gen Fami­li­en­mit­glie­der, wel­che im Unter­neh­men arbei­ten und der Divi­den­den­po­li­tik.
Wir unter­stüt­zen Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer bei ihrem Ziel eine nach­hal­ti­ge, kon­for­me Stra­te­gie für ihr Unter­neh­men und ihre Fami­lie zu ent­wi­ckeln – sei dies bei der Nach­fol­ge in der Unter­neh­mung oder bei der Defi­ni­ti­on einer lang­fris­ti­gen Ver­mö­gens­stra­te­gie. Dabei gibt es neben geschäft­li­chen Erwar­tun­gen in Bezug auf die Wei­ter­ent­wick­lung des Unter­neh­mens auch per­sön­li­che Aspek­te wie der Zusam­men­halt inner­halb der Fami­lie zu berück­sich­ti­gen. Obers­tes Gebot der Bera­tung ist unse­re Unab­hän­gig­keit. Des­halb bie­ten wir unse­re Dienst­leis­tun­gen nicht bloss durch inter­ne Spe­zia­lis­ten an, son­dern nut­zen einer­seits unse­re eige­ne Erfah­rung als Fami­li­en­un­ter­neh­men und kom­bi­nie­ren dies mit einem lang­jäh­rig auf­ge­bau­ten Exper­ten­netz­werk, das inter­dis­zi­pli­när zusam­men­ar­bei­tet.
Aus­ser­dem initi­ie­ren und orga­ni­sie­ren wir Ver­an­stal­tun­gen, die sich mit aktu­el­len Fra­ge­stel­lun­gen aus­ein­an­der­set­zen und Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer an einen Tisch brin­gen. Die­se Ver­an­stal­tun­gen fin­den meist in klei­nem Rah­men statt und stel­len den pra­xis­ori­en­tier­ten Aus­tausch zwi­schen den Unter­neh­mern in den Vor­der­grund. So hat­ten wir erst vor zwei Wochen einen Anlass zu alter­na­ti­ven Finan­zie­rungs­for­men für KMUs, wo wir die ver­schie­de­nen For­men des Crowd­len­dings, aber auch des Insti­tu­tio­nal Len­dings mit Spe­zia­lis­ten dis­ku­tiert haben.

Was fasziniert Sie persönlich an einem Familienunternehmen?

Fami­li­en­un­ter­neh­men sind das Rück­grat unse­rer Wirt­schaft. Sie sind sehr oft inno­va­tiv und nicht sel­ten trotz klei­ner Grös­se Markt­füh­rer in ihrem Bereich. Häu­fig sind sie über meh­re­re Genera­tio­nen hin­weg orga­nisch gewach­sen und des­halb span­nen­de Kon­struk­te. Für mich sind es zwei Punk­te, die mich beson­ders an Fami­li­en­un­ter­neh­men fas­zi­nie­ren: Einer­seits die Wer­te und die Kul­tur, wel­che durch das Den­ken in Genera­tio­nen geprägt wer­den. Ande­rer­seits die Kom­ple­xi­tät der Fra­ge­stel­lun­gen. Ich den­ke dabei nicht bloss an die Nach­fol­ge, die Zusam­men­stel­lung des Ver­wal­tungs­rats oder die Bezie­hun­gen zwi­schen den Fami­li­en­mit­glie­dern, son­dern auch an Fami­li­en­go­ver­nan­ce, Erb­fra­gen, den Umgang mit dem Eigen­tum als Fami­lie, die rich­ti­ge Ver­mö­gens­struk­tu­rie­rung oder Phil­an­thro­pie. Wie Fami­li­en­un­ter­neh­men trotz Span­nungs­feld von Unter­neh­mens­füh­rung, Fami­li­en­be­dürf­nis­sen und Ver­mö­gens­si­che­rung über Jahr­zehn­te am Markt erfolg­reich sein kön­nen, fas­zi­niert mich immer wie­der.

notablog@rahnbodmer.ch


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