In eigener Sache

Philanthropie-Beratung

Inspirierend, erfüllend, einzigartig – mit diesen Worten beschreibt Carmen Jud ihr Tätigkeitsfeld im Bereich Philanthropie bei Rahn+Bodmer Co. Wie sie Menschen und Stiftungen zusammenbringt, Kooperationen zwischen unterschiedlichen Stiftungen initiiert und den Erfahrungsaustausch auf allen Ebenen fördert, erzählt sie im Interview.

Carmen Jud, wie sind Sie persönlich zum ersten Mal mit dem Thema Philanthropie in Berührung gekommen?

Mei­ne Eltern unter­stüt­zen Paten­kin­der in Rumä­ni­en. Eines Tages frag­te mei­ne Mut­ter mei­ne Brü­der und mich, ob wir die­ses Jahr auf ein gros­ses Weih­nachts­ge­schenk ver­zich­ten wür­den und dafür den Betrag den Kin­dern in Rumä­ni­en spen­den möch­ten, was wir bejah­ten. Ich stell­te mir damals die Kin­der vor, die sich damit war­me Schu­he oder einen schö­nen far­bi­gen Schal kau­fen konn­ten. Das Bewusst­sein, dass es uns sehr gut geht und dass wir dafür dank­bar sein dür­fen, wur­de in mei­nem Eltern­haus gelebt und hat mich sicher­lich geprägt.

Welches sind Ihre Aufgaben bei Rahn+Bodmer Co.?

Wäh­rend mei­ne Kol­le­gen sich um eine nach­hal­ti­ge und indi­vi­du­el­le Anla­ge der Gel­der unse­rer Stif­tungs­kun­den küm­mern, suche ich den Aus­tausch auf der ide­el­len Ebe­ne. Es ist mir wich­tig, die Stif­tung zu ken­nen, zu wis­sen, wel­che aktu­el­len Pro­jek­te lau­fen und mit wel­chen Her­aus­for­de­run­gen sie kon­fron­tiert sind. Dies einer­seits, um die Pro­jek­te bei inter­es­sier­ten Spen­de­rin­nen und Spen­dern vor­zu­stel­len, aber auch, um die Stif­tun­gen unter­ein­an­der zu ver­net­zen. Im Aus­tausch mit den Orga­ni­sa­tio­nen ent­ste­hen dann auch The­men, wel­che wir in unse­rem zwei­mal jähr­lich erschei­nen­den Phil­an­thro­pie-News­let­ter behan­deln. In enger Zusam­men­ar­beit mit den Stif­tun­gen berich­ten wir über aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen, Erfolgs­bei­spie­le oder ein­drück­li­che Grün­der­ge­schich­ten. Die gegen­sei­ti­ge Inspi­ra­ti­on und der Netz­werk­ge­dan­ke ste­hen auch bei unse­rem jähr­li­chen statt­fin­den­den Fach­an­lass Zür­cher Stif­tungs­tag im Vor­der­grund.

Wie unterstützen Sie spendeninteressierte Kundinnen und Kunden?

In der Schweiz gibt es über 13’000 gemein­nüt­zi­ge Stif­tun­gen, die ein brei­tes Spek­trum an Stif­tungs­zwe­cken abbil­den. Das macht es schwie­rig, über­haupt eine ers­te Aus­wahl zu tref­fen. Auf Wunsch wer­de ich des­halb bei Kun­den­ge­sprä­chen bei­gezo­gen und unter­stüt­ze inter­es­sier­te Spen­de­rin­nen und Spen­der bei der Eva­lua­ti­on mög­li­cher Pro­jek­te oder beglei­te sie im Pro­zess zur Grün­dung einer eige­nen Stif­tung.

Was macht Ihre Arbeit einzigartig?

Durch unse­re lang­jäh­ri­gen Bezie­hun­gen mit gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen wie auch mit Pri­vat­kun­den besteht ein gros­ses Netz­werk. Wir sehen unse­re Auf­ga­be dar­in, Ver­bin­dun­gen inner­halb die­ses Netz­wer­kes zu schaf­fen, um gemein­sam etwas zu bewir­ken. Und genau die­se Auf­ga­be darf ich über­neh­men. Gemein­nüt­zi­ge Stif­tun­gen wie auch Pri­vat­kun­den auf die­se Wei­se unter­stüt­zen und beglei­ten zu dür­fen, begeis­tert mich jeden Tag aufs Neue. Die Stif­tungs­welt mit vie­len ein­drück­li­chen Grün­der­ge­schich­ten und den Men­schen, die sich enga­gie­ren, ist sehr fas­zi­nie­rend und ich ler­ne täg­lich mit Freu­de dazu.

Bei Fra­gen zu die­sem The­ma ste­hen wir Ihnen ger­ne zur Ver­fü­gung.

notablog@rahnbodmer.ch


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